11.02.2018

Arduino Thermometer

Auf Grund der günstigen Verfügbarkeit von kleinen Arduinos, muss man sich kaum beim Basteln zurück halten.
Hier der Versuch ein Thermometer für außen (auch innen ist vorgesehen) mit minimalen Stromverbrauch und einfacher Schaltung. Gemessen wird mit einem 10k NTC Widerstand (von Epcos), erforderlich sind sonst noch ein 10k 1% Widerstand, sowie ein paar Kondensatoren + Widerstände für die LED Anzeige. Das besondere hier ist das Multiplexing der Segmente, hier wird also jedes Segment nicht eine ganze Stelle angesteuert. Damit ist der Stromverbrauch bei 5V Versorgung ca. 22mA, hier für kann man wunderbar ein ausgedientes USB-Netzteil verwenden.

Ardu_Thermometer_sch.png

Schaltung sowie Leiterplatte sind unter Eagle 7 entstanden.

Ardu_Thermometer_2.jpg

Hier sieht man die bestückte ein seitige Leiterplatte, es sind auch keine Brücken nötig.

Ardu_Thermometer_1.jpg

Und das fertige Thermometer.

Software und Eagle Dateien können Interessierte per Mail info(at)auram(dot)de anfragen.

Quellen:
https://arduinodiy.wordpress.com/2015/11/10/measuring-temperature-with-ntc-the-steinhart-hart-formula/

http://shelvin.de/den-mittelwert-fortlaufend-bilden-mit-einer-funktion/

https://github.com/DeanIsMe/SevSeg

03.02.2018

Versuche mit alten Operationsverstärkern

Gerne hätte ich den SQ-10a von Philbrick in Betrieb genommen, leider scheint mein Exemplar etwas defekt zu sein. Als Ausgleich hab ich einen MAA725 (baugleich mit µA725) als invertierenden Verstärker mit einer Verstärkung von 10 aufgebaut. Selbst ohne Offsetkorrektur ist der reine DC-Offset erfreulich gering mit ca. 3mV, die Bandbreite ist mit DC - 120Hz eher klein aber für die Zeit ok (extern kompensiert, Werte nach Datenblatt).
Analog Footsteps, George Erdi George Erdi hat wohl gute Arbeit geleistet, das Teil funktioniert ja heute noch mit passablen Werten.

ua725_maa725.jpg

Schneller Aufbau auf ein altes Stück Lochraster, auf meinem Breadboard hat es leider nicht funktioniert.

TEK0003.jpg

Blau (Kanal2) ist das Eingangssignal, Gelb (Kanal1) ist das Ausgangssignal 10fach verstärkt.

SQ-10a.jpg

Hier noch der hübsche, aber leider defekte Philbrick SQ-10a

12.01.2018

DC100(A) Data Cartridge Tape

Heute sind die bestellten Plastibands in 4-1/4" angekommen, das ganze hat gut zwei Wochen aus den USA gebraucht, und war mit knapp 20€ für Gummibänder doch recht teuer. Allerdings hatte ich ja schon ein Versuch zu Reparatur der DC100A Kassetten unternommen, in dem ich spezial Tonbandriemen in der richtigen Länge gekauft hatte, leider ohne Erfolg denn die Riemen waren vom Material her nicht geeignet und erzeugten Bandsalat. Nun verfolge ich die Vintage Computer Szene bei Youtube und so bin ich auf die Plastibands gekommen, und was soll ich schreiben es funktioniert.

Den Beitrag von CuriousMarc findet ihr hier: Vintage HP Mini Cartridge Tapes Part 2: Tape Salad

Das Ergebnis bei meinen DC100A findet ihr hier: DC100A tape works fine with PLASTIBANDS

20180112_172053.jpg


Montierter Antriebsriemen "PLASTIBANDS"

08.10.2017

NDR Klein Computer und mc-CP/M Flo3

Nachdem ich über Wochen immer mal wieder ein paar Teile bestückt habe, ist die Flo3 doch noch fertig geworden und funktioniert ohne Probleme.
Die Widerstands- Netzwerke sind ja eher suboptimal, aber ich habe noch Unmengen bedrahtete Widerstände, leider lassen die sich zum Teil schon schlecht löten.
Das Projekt findet Ihr bei Robotrontechnik Forum
die Kollegen haben einige Baugruppen für den NDR Klein Computer wieder aufgelegt, dafür Danke, denn auch der mc-CP/M kann mit einigen der Baugruppen etwas anfangen.

IMG_20171008_095842.jpg

Die Flo3 Floppy- Controller Karte für den mc-CP/M

11.03.2017

Santron 721, Fundstück

Einen Santron 721 Taschenrechner habe ich heute auf dem Flohmarkt gefunden. Santron war eine der ersten Elektronik Hersteller in Taiwan, der 721 ist von 1977 und wurde für den deutschen Markt hergestellt. Er basiert auf einem TI-Chip und einer 8 stelligen 7 Segment-Anzeige.

Santron721_1.jpg


Santron721_2.jpg



Ein wunderbares LED-Display,man kann sogar die Bonddrähte erahnen.

Santron721_3.jpg

25.02.2017

VCFe 18.0

Das VCFe ist mal wieder in München:

Hier der Link zum VCFe

Norma Normameter MP14 & Interface

Nun konnte ich meine Multimeter Sammlung um ein Normameter MP14 erweitern. Kurz zuvor habe ich noch ein Siemens B1027 (Hersteller Norma) dazu bekommen. Interessant ist auch das Interface für die Messgeräte der MP Reihe, das ebenfalls neu in der Sammlung ist. Einziges Handicap, ich habe noch kein Messgerät was die Erweiterung zum Kontakt an das Interface beinhaltet.

normameter_mp14.jpg


Zum MP14, es hat mich stark verschmutzt und mit wirren Werten in der Anzeige erreicht. Nach erfolgter Reinigung ist der Zustand passabel, die Reparatur war auch nicht schwierig da die Geräte sehr robust aufgebaut sind. Hier wurde der A Bereich überlastet, da in einem solchen Fall die Überprüfung durch den Hersteller notwendig wird ist eine verborgene Sicherung eingebaut. Ist die Sicherung defekt, geht kein Messbereich mehr! Wahrscheinlich wurden deshalb schon viele Geräte entsorgt.

Umso bemerkenswerter ist das nach Tausch der Sicherung und Reinigung der Leiterplatte die Messwerte alle innerhalb der Hersteller Toleranz liegen (DC 0,04%). Ein frisch justierter Metrahit CAL wurde zur Überprüfung genutzt sowie meine ADR441B Referenz, im Ohm Bereich kam mein ELLIS-40 zum Einsatz.
Hier zu sehen am B1026:
http://www.auram.de/blog//index.php/2015/03/07/Artefakt_der_Woche_11.2015/

Damit ist das Normameter MP14 das genaueste Handmultimeter hier in meinem kleinen Labor, und das mit 26 Jahren auf der Uhr, die Österreicher hatten es drauf.

Hier noch ein Foto vom Innenleben des Interface, ein eigener kleiner Rechner mit galvanisch getrennten digital/analog Wandler, fast schon ein Kunstwerk.

norma_interface_MPS_PCB.jpg

30.01.2017

Intex Aqua Fish

Seit ca. 3 Wochen bin ich vom Xperia Z mit Cyanogenmod 12 auf das Intex Aqua Fish umgestiegen. Das Sailfish OS ist ausgereift und tut was es soll, sehr performant und in der Bedienung flüssig. Das Konzept der Bedienung hingegen ist etwas ungewohnt aber durchaus gut zu benutzen.

intexaquafish.jpg


Android APPs laufen ohne Probleme, die Kamera kommt nicht an das Xperia Z heran, aber der Preis war ja mit knapp 100€ nur ein Bruchteil dessen was das Xperia Z mal gekostet hat.

So, schauen wir mal wie es weiter geht, bis jetzt sieht es gut für das Aqua Fish aus. :-)

16.01.2017

Messabweichung älterer Multimeter

Im "Labor" benutze ich gerne ältere Siemens Multimeter, immer mal wieder stellt sich die Frage nach der Messabweichung.
Jetzt habe ich die Möglichkeit meine Multimeter mit einem frisch kalibrierten DMM7510 Keithley zu vergleichen und auch mit einem Metrahit CAL zu überprüfen.
Die Messabweichung in % berechnet man:
((Messwert-Referenzwert)/Messwert)*100

Das schon in die Jahre gekommene Siemens B1026 soll ±(0.3% +3d/+2d) Messgenauigkeit haben, ermittelte Abweichung:
Soll / Ist / Abweichung
100mV 100,42mv +0,42%
1V 1,0044V +0,44%
2,5V 2,502V +0,08%

Die Abweichung hält sich also in Grenzen, immerhin dürfte das B1026 knapp 20 Jahre alt sein.

Das neuere B1102 aus dem Jahr 2006, soll Messgenauigkeit ±(0,05 % v.M. + 3 digit) ermittelte Abweichung:
Soll / Ist / Abweichung
100mV 99,93mV -0,068%
1V 0,9986V -0,133%
2,5V 2,4968V -0,130%

Hier sind wir noch näher an der Messgenauigkeit, hinzu kommt noch Temperatur als Einfluss und ggf. Luftfeuchtigkeit...
Ggf. lass ich das B1102 mal Kalibrieren, Justieren.

Ansonsten bin ich mit dem Ergebnis durchaus zufrieden, wenn man nur mal eben sein Messgerät prüfen will, kann man auf den ADR441B oder dem Nachfolger ADR4525 (Analog Devices) zurückgreifen, bei mir ist der gut für 4 Stellen hinter dem Komma, das DMM7510 zeigt 2,500035V an.

P.S. Die Abweichung in % bezieht sich nicht auf das Soll sondern dem realen mit DMM7510 gemessenen Wert am Metrahit CAL, es sind aber nur sehr kleine Abweichungen (µV) zum eingestellten Wert.

16.01.2016

LED-Strips (Streifen) ins besondere RGB und Längen über 2m

Ein paar Messungen und Berechnungen zu üblichen LED-Streifen wie diesen hier:


Bei allen Streifen die Kürzer als 2m sind dürften die folgenden Überlegungen ohne Belang sein. Alle Messungen bei 12V 100% also volle Helligkeit.

Ein paar Daten zu dem Streifen:
- Länge 10m.
- 30 RGB LEDs im Gehäuse 5050 per Meter in Gruppen zu je drei, also 300 LEDs auf 10m.
- Mitgeliefertes Netzteil 12V 72W

Eine erste Messung der Stromaufnahme bei 12V war mit 2,9A für 10m LED Streifen erfreulich niedrig. Die Ströme an der ersten Gruppe 19,6mA rot; 22,7mA grün; 20,7mA blau sahen ok aus. Das ergibt bei 100 Gruppen 6,3A bei 12V das wären 75,6W! Wie oben geschrieben war ein 72W Netzteil dabei.
Wo war das Problem?

Der LED Streifen besteht aus einer 10m langen ca. 8mm breiten Leiterplatte(PCB) mit 4 Leitungen darauf. 1* 12V+, 1* rot, 1* grün, 1* blau.
Die Lösung des Rätsels war das am Ende des Streifens nur noch 8,7V zwischen 1V+ und den Farben gemessen werden konnte. Durch den hohen Widerstand des Streifen selber (liegt bei knapp 0,8Ohm per Leitung) verheizen wir ca. 9W in Wärme und die letzten LEDs sind auch nicht wirklich hell mit 8,7V!
Dazu kommen noch die Vorwiderstände, hätte der Streifen annähernd 0Ohm würden 26W an den Vorwiderständen an Wärme erzeugt, das sind 1/3 der theoretischen gesamt Leistung.
Natürlich wissen die Hersteller das die Leiterplatte einen gewissen Widerstand hat, darum reicht ja das 72W Netzteil ganz leicht.
Ich hätte aber nicht gedacht das es bei 10m so ins Gewicht fällt.

Was bleibt, ich werde versuche den Streifen mit Draht zu "pimpen" und ggf. auch die Schaltung, bei rot können mindestens 4 LEDs in einer Gruppe sein.

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